Peter Frisee by Ditz Fejer
Peter Frisee by Ditz Fejer
Christoph Angerer by Rainer Fehringer
Christoph Angerer by Rainer Fehringer

Höfischer Glanz

Die Sonaten für die Anna-Amalien Orgel und anderes mehr

von C. P. E. Bach

 

Concilium musicum Wien

Christoph Angerer & Peter Frisée

 

Carl Philipp Emanuel Bach, Zweitgeborener des großen Johann Sebastian, war einer der bedeutendsten „Clavieristen“ seiner Zeit und gelangte als Hofcompositeur zu Weltruhm. Somit trat er in die Fußstapfen des Vaters, der ebenfalls als Hofkomponist zu großem Ruhm gelangt war und dessen beeindruckendes „Clavier“-Spiel den Erbprinzen von Hessen-Kassel 1732 veranlasst hatte einen Rubinring von seiner auf Johann Sebastians Hand gleiten zu lassen. Das „Clavier“ – im Barock jedes Instrument mit Tasten, also auch die Orgel – steht im Zentrum des Schaffens beider Meister. Um Vergleich und Entwicklung der beiden großen „Bachen“ zu verdeutlichen, erklingen Werke der selben Gattung aus beider Feder: Die Sonata in C-Dur des Vaters, die eigens dafür komponiert wurde Carl Philipp, genannt „Fiffi“ für das Orgelspiel zu „habilitieren“ (und die heute noch jedem Spieler Respekt einflößt) und jene in F-Dur mit der „Fiffi“ wiederum seiner Schülerin Prinzessin Anna Amalie von Preußen Respekt einzubläuen wusste.
Mit den kammermusikalischen Sonaten von Vater und Sohn für Orgel und Violine, resp. Viola und Orgel wird verdeutlicht, dass diese berühmten und berüchtigt impulsiven Meister ihre Kunst auch zum Erwerb höfischer Gunst bestens einzusetzen wussten.