moments musicaux

Margrat Bogner und Athina Giliopoulou

zu zwei & vier Händen

 
Margret Bogner & Athina Giliopoulou, Hammerklavier
  

schubert?schubert:schubert!

 
[…] Die Lebensweise Schuberts war einfach wie er selbst. Jeden Morgen um neun Uhr besuchte ihn die Muse und verließ ihn selten vor zwei Uhr mittags ohne eine bedeutende Gabe. Wenn ihm nun was recht Tüchtiges gelungen war, so schlug sein guter Humor vor und belebte des Abends den ganzen Freundeskreis. Aber man hat nicht lauter gute Stunden! […] Kam in dem kräftigen und lebenslustigen Schubert, so im geselligen Verkehr wie in der Kunst, der österreichische Charakter bisweilen allzu stürmisch zur Erscheinung, so drängte sich zeitweise ein Dämon der Trauer und Melancholie mit schwarzem Flügel in seine Nähe – freilich kein völlig böser Geist, da er in den dunklen Weihestunden oft die schmerzlichst-schönsten Lieder hervorrief […].
 
Sind nicht eben die Moments musicaux, solistische Salonstücke der besonderen Art, und die in Schuberts letztem Lebensjahr entstandene „Trias“ aus der Fantasie f-Moll, den so genannten Lebensstürmen und dem Rondo in A-Dur für Klavier zu vier Händen ein packendes Spiegelbild dessen, was Schuberts Wegbegleiter Eduard von Bauernfeld in seinen Erinnerungen preisgibt?
   
Zitat aus:
Schubert
Die Erinnerungen seiner Freunde
Gesammelt von Otto Erich Deutsch, Breitkopf & Härtel